Ausstellung „PATTERN – porträtierte Muster“ Nina Kruser 26.-28.09.2025 Martin-Luther-Haus

Erkennen, wo das Selbst aufhört – und die Masken beginnen.

Die Ausstellung zeigt die Erforschung der Individualität und der Vielschichtigkeit der weiblichen Rolle. Nina Kruser geht in einen Dialog mit dem Unsichtbaren, dem Unerklärlichen, dem Tiefgründigen – mit dem, was ihr Inneres Selbst und ihr Leben formt. „Unsere Welt ist ein „verzerrter Spiegel“, in dem das Persönliche durch das Gesellschaftliche entstellt wird, in dem Erwartungen lauter sind als Intuition und das Echte von sozialen Mustern überdeckt wird. Was bleibt, wenn das Äußere das Innere unterdrückt?“

Nina Kruser erschafft vielschichtige Werke: jeder Strich, jeder Pinselzug trägt Bedeutung. Der Prozess beginnt mit zarten Bleistiftbewegungen oder Farbflächen und verdichtet sich mit Schichten aus Öl oder Aquarell, Tusche und Pigmenten. Schritt für Schritt erwacht das Bild zum Leben, findet seinen Atem, seinen Rhythmus. Doch dann wird es von Ornamenten und grafischen Mustern überlagert – es wird fragmentiert, zerbrechlich, verwandelt sich in eine Maske. So dringt die Grafik in die Malerei ein – wie gesellschaftliche Muster in unser Leben – und verdeckt das Echte. Doch gerade durch die Risse wird das Wahre sichtbar. Die Maske zerfällt – und dahinter ist nicht Leere, sondern bin ich: meine Wahrheit. Die, die immer da war.

„Der Weg zur Begegnung mit sich selbst“ ist ein Akt der Befreiung von Masken. Ein Moment, in dem eine Frau sich selbst begegnet – jenseits von Druck und Stereotypen.

Rückblick Sommerausstellung „Schwingungen“ 22.07.-04.08.2025 Stadthalle Hockenheim

Schwingungen – Eine Ausstellung, die nachhallt

Es waren zwei Sommerwochen, in denen sich der Ausstellungsraum in der Stadthalle Hockenheim zu einem Resonanzraum für Kunst, Musik und Begegnung verwandelte. Unter dem Titel „Schwingungen” trafen drei künstlerische Handschriften aufeinander und verschmolzen zu einem Dialog, der noch lange nachklingen wird.

Edda Jachens entführte mit ihren zarten Aquarellen in Welten aus Licht und Farbe, in denen jeder Pinselstrich wie ein leiser Atemzug wirkte. Monika Majer setzte mit ihren Skulpturen sinnliche Kontrapunkte: kraftvoll, geerdet und doch voller Bewegung. Susanne Neiss schließlich führte mit ihrer Fotokunst den Blick in ungeahnte Perspektiven und hielt Augenblicke fest, die eine stille Geschichte erzählen.

Die Vernissage am 22. Juli 2025 war ein Fest für alle Sinne. Nach den Grußworten des Vorsitzenden Christian Kramberg würdigte der Oberbürgermeister Stellvertreter Fritz Rösch in seiner Begrüßung die Bedeutung der Kunst für das städtische Miteinander und die Arbeit des Kunstvereins Hockenheim. Sigrid Gensichen M. A. spannte in ihrer Laudatio einen Bogen von den individuellen Ausdrucksformen der Künstlerinnen zum gemeinsamen Thema der „Schwingungen“ – kunsthistorisch fundiert und zugleich persönlich berührend. Den musikalischen Rahmen bildete das preisgekrönte Gambenensemble, 2. Bundessieger bei „Jugend musiziert“. Seine warmen, vibrierenden Klänge füllten den Raum und schufen eine Verbindung zwischen den Kunstwerken und dem Publikum, die beinahe greifbar war.

Auch während der Ausstellungszeit blieben die Schwingungen lebendig. Das Konzert in der Ausstellung am 25. Juli 2025 mit Meta Hüper und ihrem Pianisten Jens Schlichting verwandelte den Raum zwischen Bildern, Skulpturen und Fotografien in eine Bühne, auf der Musik und Kunst eins wurden. Das Publikum saß mittendrin und spürte, wie sich Töne und Farben gegenseitig beflügelten.

Besonders schön war, dass die Ausstellung auch für junge Entdecker geöffnet war. Schulklassen des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums Hockenheim sowie Teilnehmer des Kinderferienprogramms der Stadt ließen sich inspirieren, stellten Fragen, suchten Details und schufen selbst kleine Kunstwerke, die das Gesehene in neue Formen übersetzten.

„Schwingungen“ war damit nicht nur eine Ausstellung mit über 300 Besucherinnen und Besuchern, sondern ein lebendiges Geflecht aus Kunst, Musik und Begegnung. Ein Sommerereignis, das nachhallt – leise und kraftvoll zugleich.

Unser besonderer Dank gilt dem Team der Stadthalle Hockenheim, der Stadt Hockenheim sowie dem Regierungspräsidium Karlsruhe (kulturelle Förderung des Landes Baden-Württemberg) für die umfangreiche Unterstützung.

„Konzert in der Ausstellung“ mit Meta Hüper – KNEF reloaded – 25.07.2025 um 19 Uhr Stadthalle Hockenheim

Einen Höhepunkt in unserer Sommerausstellung ist das Konzert in der Ausstellung mit Meta Hüper am Freitag, 25. Juli 2025 um 19 Uhr.

Mit ihrem Pianisten, Violine und Gesang sowie der singenden Säge wird uns die Chansonnière par exellence einen Einblick in ihre Liebe zur Musik der 20er Jahre mit ihren klassischen Wurzeln, dem Tango Nuevo sowie dem französischen und deutschen Chanson geben.

Meta Hüper zelebriert eine Promotion für ihre Tour „Meta Hüper – KNEF reloaded!“ Eine Hommage zum 100. Geburtstag der wunderbaren Hildegard Knef.

Spenden sind willkommen, da der Eintritt frei ist. Wir bitten um rechtzeitiges Kommen und danken dem Team der Stadthalle Hockenheim für die Unterstützung.