Ausstellung von Kindern mit Autismus & AD(H)S in der Kirchlichen Sozialstation Hockenheim

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ - Der Kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry (1943)

Der Kunstverein Hockenheim freut sich über die weitere Kooperation mit der Kirchlichen Sozialstation (Betreuungsgruppe & Gesprächskreis „Garten“ unter der Leiterin Ljiljanka Cika) zu Gunsten von Kindern mit Autismus & AD(H)S.

Durch diese Ausstellung möchten wir das Selbstwertgefühl der Kinder stärken und ihnen Freude sowie neuen Mut schenken. Alle 23 ausgestellten Bilder kann man gegen eine kleine Spende erwerben und untstützt somit die Kinder und ihre Angehörigen.

Ab sofort kann man die Werke der 20 Kinder in den Räumen der Kirchlichen Sozialstation in der Oberen Hauptstraße 47 in Hockenheim zu den üblichen Bürozeiten Mo. – Fr. von 9.00 bis 16.00 Uhr bewundern.

Rückblick Vernissage „Die Natur in ihrer Schönheit und Zerstörung“ Ilse Müller Wasserturm Hockenheim

Mit einer gut besuchten Vernissage wurde am 8. Mai 2026 im Wasserturm Hockenheim die Ausstellung „Die Natur in ihrer Schönheit und Zerstörung“ der Künstlerin Ilse Müller eröffnet. Zahlreiche kunstinteressierte Besucherinnen und Besucher fanden den Weg in den Wasserturm, die „gute Stube“ Hockenheims und erlebten einen ebenso inspirierenden wie nachdenklichen Abend voller Kunst, Begegnungen und persönlicher Gespräche.

Die Ausstellung fand im Rahmen des „Weißen Samstag“ des Arbeitskreises Lebensqualität und Identifikation (LQUID) des Hockenheimer Marketing Verein statt und fügte sich damit in eine Veranstaltung ein, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Stadt in besonderer Weise bereichert.

Bereits beim Betreten des historischen Wasserturms wurde deutlich, dass die Ausstellung einen besonderen Nerv trifft. In insgesamt neun eindrucksvollen Werken setzt sich die 82-jährige Künstlerin mit der Schönheit der Natur, ihrer Kraft, aber auch ihrer zunehmenden Verletzlichkeit auseinander. Die Bilder zeigen stimmungsvolle Landschaften, florale Motive und Naturszenen, die zugleich von den Spuren menschlicher Eingriffe und ökologischer Veränderungen erzählen. Zwischen harmonischen Farbwelten und bewusst gesetzten Brüchen entsteht eine eindringliche künstlerische Auseinandersetzung mit dem Zustand unserer Umwelt.

Die Begrüßung der Gäste übernahm der 1. Vorsitzende des Kunstvereins, Christian Kramberg. In seiner Ansprache würdigte er das langjährige künstlerische Schaffen von Ilse Müller und betonte die Bedeutung regionaler Kunst- und Kulturarbeit für das gesellschaftliche Leben in Hockenheim. Der Wasserturm sei seit vielen Jahren ein Ort der Begegnung und Inspiration – ein kultureller Treffpunkt, der Künstlerinnen und Künstlern eine besondere Bühne biete.

Die kunsthistorische Einführung erfolgte durch die Laudatorin Sigrid Gensichen M.A., die in ihrer Rede die Bildsprache und Ausdruckskraft der Werke hervorhob. Sie beschrieb die Ausstellung als sensibles Wechselspiel zwischen Faszination und Mahnung. Besonders beeindruckend sei die Fähigkeit der Künstlerin, Natur nicht nur als idyllischen Raum darzustellen, sondern zugleich ihre Gefährdung sichtbar zu machen. Die Werke würden den Betrachter emotional ansprechen und zum Nachdenken anregen.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die persönliche Einführung der Künstlerin selbst. Mit großer Offenheit und spürbarer Leidenschaft sprach Ilse Müller über ihre Inspirationen, ihre jahrzehntelange Arbeit als Malerin und ihre Beweggründe für diese Ausstellung. Die Besucherinnen und Besucher begegneten einer lebensfrohen und engagierten Künstlerin, die auch mit 82 Jahren voller kreativer Energie arbeitet und sich intensiv mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt.

Bekannt ist Ilse Müller vielen Hockenheimerinnen und Hockenheimern auch durch ihr Atelier im Schützenhäusle am Insultheimer Hof, das seit Jahren ein Ort kreativen Schaffens und künstlerischer Begegnungen ist. Dort entstehen ihre Werke, die häufig Natur, Mensch und gesellschaftliche Entwicklungen thematisieren und durch ihre emotionale Ausdruckskraft beeindrucken.

Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten viele Gäste die Gelegenheit, die ausgestellten Werke in Ruhe zu betrachten und mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen. Bei einem Glas „68766 Secco.“ und Knabbergebäck entstand eine angenehme und kommunikative Atmosphäre, die den Abend zusätzlich bereicherte. Immer wieder bildeten sich kleine Gesprächsgruppen vor den Bildern, in denen über Kunst, Natur und persönliche Eindrücke diskutiert wurde.

Die Ausstellung „Die Natur in ihrer Schönheit und Zerstörung“ zeigt eindrucksvoll, wie Kunst emotionale Zugänge zu gesellschaftlich relevanten Themen schaffen kann. Die gelungene Vernissage machte deutlich, dass Ilse Müller mit ihren Arbeiten nicht nur ästhetisch beeindruckt, sondern auch zum bewussten Blick auf unsere Umwelt anregt.

Der Kunstverein Hockenheim freute sich über das große Interesse und die gelungene Ausstellung im Wasserturm an diesem Wochenende.

Vernissage „Die Natur in ihrer Schönheit und Zerstörung“ Ilse Müller 8. Mai 2026 Wasserturm Hockenheim

Der Kunstverein Hockenheim lädt zur Vernissage von Ilse Müller in die Ausstellung „Die Natur in ihrer Schönheit und Zerstörung“ am Freitag, 8. Mai 2026 um 19 Uhr in den Wasserturm Hockenheim ein.

Ilse Müller präsentiert neun außergewönliche Werke und erläutert diese mit persönlichen Worten. Einführung durch den Vorstand des Kunstvereins Hockenheim und Laudation durch Sigrid Gensichen M. A. sowie Getränke und Snacks.

Die Künstlerin und der Kunstverein Hockenheim freuen sich über Ihren Besuch!

Öffnungszeiten sind Samstag, 9. Mai von 12:00 bis 18:00 Uhr (im Rahmen des Weißen Samstag des Hockenheimer Marketing Vereins) und Sonntag, 10. Mai von 14:00 bis 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Unser Dank gilt den Stadtwerken Hockenheim und dem Regierungspräsidium Karlsruhe (kulturelle Förderung des Landes Baden-Württemberg) für die Unterstützung.